LARS RECKERMANN

Muss man mögen

Hier gibt es Geschichten und Tresenabenteuer. Alles subjektiv, alles Geschmackssache.

Musse ma gemacht haben
 
 
 
 

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Journalist, leidenschaftlicher Lokalreporter, Allround-Dilettant :-) Immer neugierig - und überzeugter Kneipengänger und Stammtisch-Lauscher. Nach dem Studium direkt zur Zeitung und dort auch immer geblieben. Zuhörer, Beobachter und Aufschreiber.

 
 

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Lars Reckermann

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Hochzeitstrilogie 3: Die Rache der Rache


Das gehörte auch zur Hochzeit. Ich als Elvis, na ja ...

Und hier der versprochene dritte Teil der Hochzeitstrilogie. Die Rache, der Rache.

Der Tag der Hochzeit, der 14. April 2000. Ich kürz’ mal ab: Standesamt, Mittagessen im Kreise der Familie, Fete am Abend. Jetzt wird es spannend. Johannes (ja genau…, der Johannes, den ich in den April geschickt habe) spielte den Moderator und überreichte meiner Frau und mir einen Briefumschlag mit einem Schlüssel – unserem Wohnungsschlüssel. Kennen Sie die Unsitte? Die Freunde verschaffen sich Zutritt zu Ihrer Wohnung und stellen selbige auf den Kopf.


In unserer Wohnung waren gleich drei Gruppen. Meine Schwester, unsere langjährigen Freunde und meine Arbeitskollegen, zu denen gehören Johannes und Dirk (Hochzeitstrilogie 2: Die Rache).


Fangen wir mit meiner Schwester an: Sie versteckte vier Tilsiter, besser bekannt als Stinkkäse, in unserer Wohnung, bemalte die meisten Fenster mit Fingerfarbe, ließ unsere Wanne volllaufen und goss kiloweise Gelatine dazu.


Unsere Freunde stapelten eine Pyramide aus Plastikbechern gefüllt mit Wasser vor unserer Wohnungstür und sie spannten zudem Taue quer durch alle Zimmer. In unser Bett hatten sie eine Geschäftsalarmanlage gelegt, die auf Licht reagierte, dazu später aber mehr.

Johannes, Dirk und Co. hatten unser Hochzeitsgeschenk in Form von Pfandgeld in der Wohnung verteilt. Mehrere hundert leere Bierflaschen standen fein säuberlich aufgereiht in unserer Wohnung. Es gab kaum ein Fleckchen auf dem Boden auf das wir treten konnten ohne Gefahr zu laufen, eine riesige Bierflaschen-Domino-Kettenreaktion auszulösen. Es stank fürchterlich im Haus. Im Keller stapelten sich die leeren Bierkästen. Es war Samstagmorgen gegen 5 Uhr und am Sonntagmorgen ging unser Flieger in die Flitterwochen. Unser Hochzeitsgeschenk der Freunde war übrigens das Leergut.

Wir räumten stundenlang Pfandflaschen in leere Bierkästen. Dann machten wir uns auf die Suche nach dem Tilsiter und putzten die Fenster.


Völlig übermüdet fielen wir gegen Mittag ins Bett – na ja, nicht ganz. Als ich die Decke aufschlug, meldete sich aus einem unzerstörbaren Kasten ein gefährlicher Piepton ähnlich eines Bombencountdowns. Uns blieben demnach 30 Sekunden. Auf der Alarmanlage lag ein Zettel mit vier Rechenaufgaben. Die Lösung dieser Aufgaben („bilden Sie die Quersumme aus“, „addieren Sie und ziehen sie davon ab“ etc, etc.) ergab einen vierstelligen Code, um die Alarmanlage auszuschalten. Uns blieben 30 Sekunden. Ich konnte mit auslösenden Panikattacke noch nie gut rechnen. Okay, ich kann überhaupt nicht gut rechnen, aber zeigen sie mir einen Journalisten, keinen Wirtschaftsjournalist, der das kann. In die Badewanne konnten wir das Monstrum nicht werfen, wir hätten es nur in die Gelantine drücken können.

Ich erinnerte mich aber Gott sei dank an ein komisches Gespräch mit einem meiner Kumpel auf unserer Hochzeitsfeier, der zu später Stunde Gewissensbisse bekam und mir zu dieser Zeit den für mich völlig zusammenhanglosen Tipp gab, die Zahl 4561 nicht zu vergessen. Ich merkte mir die Zahl an dem Abend, weil ich dachte, sie sei Bestandteil eines weiteren witzigen Hochzeitsspiels. Jetzt wusste ich, dass diese Zahl die Alarmanlage außer Gefecht setzte. Noch bevor ich die Zahl eingetippt hatte, schlug die Anlage an. Es war ein Höllenlärm, hätte ich das Teil nicht abschalten können, hätte es sicherlich die Polizei getan, die die Nachbarn gerufen hätten. 4-5-6-1, es klappte. Die Anlage verstummte. Geschafft.


Da wir am Sonntag in die Flitterwochen flogen, ich aber jeden Pfennig Hochzeitskohle für den Urlaub brauchte, schickte ich unsensibler Mensch meine Mutter mit 50 bis 70 Bierkästen (ich weiß die exakte Zahl nicht mehr) am Montag zum Getränkemarkt (sie musste öfter fahren). Das Geld überwies sie auf mein Konto. Wir hatten das Geld für unsere Flitterwochen.


Reichen eigentlich 49 Jahre, na gut, fast 50 Lebensjahre aus, um eine Halbzeitbiografie zu schreiben? Ich denke, es hat sich eine Menge Kurioses, Schönes, Nachdenkliches und Lustiges angesammelt. Bis zu meinem 50. Geburtstag schreibe ich einige Erinnerungen hier einfach einmal nieder. Will doch keiner lesen? Ja Gott, dann lasst es. Wen es interessiert ... willkommen in meiner Welt.

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